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Digital Panorama Technologie

 

 

 

 

 

Nodalpunkt

 

 

 

Es gibt viele Beschreibungen, was der Nodalpunkt ist und wie man ihn am einfachsten bestimmt. Nur gibt es kaum eine Beschreibung, die auch jemand nachvollziehen kann, der kein Physikstudium abgeschlossen hat. Da die falsche Bestimmung bzw. Einstellung  des Nodalpunkts zu Verzerrungen im Resultat eines Panoramabildes führt, soll hier versucht werden, eine einfache Methode auf einfachste Weise darzustellen. Falls Sie die Beschreibung zu einfach und kitschig finden, bedenken Sie bitte, daß es auch andere Leute gibt, die komplexe Vorgänge schwer nachvollziehen können.

 

 

Der Nodalpunkt
Beschreibt den Punkt in der Kamera oder im Objektiv (Linsensystem), an welchem sich der Strahlengang bricht bzw sich das aufgenommene Bild durch die Optik umgedreht (punkt M) wird.
Die Achse (A) wird oft auch Pivot-Achse genannt und bezeichnet die gedachte Achse, um die sich die Optik drehen sollte, um ein verzerrungsfreies Resultat zu erzielen.  (Seitenansicht einer Linse)

Schema Fokallens 

 

 

Versuchen Sie bei der Installation Ihrer Dreheinrichtung, die hier beschriebene Darstellung umzusetzen. Das Schema (rechts) zeigt, worauf es ankommt und in welchem Zusammenhang der Nodal-Punkt mit Ihrer Dreheinrichtung (Pivot-Achse) zu sehen ist.

 

 

 

Einstellung vom Nodalpunkt:
Die Bestimmung des Nodalpunkts bzw. die Einstellung ist wirklich kein Geheimnis und läßt sich an jeder Kamera wie folgt bestimmen:
Befestigen Sie Ihre Kamera oder Photoapparat auf einem Stativ mit einer verstellbarer Dreheinrichtung. Die Verstellrichtung sollte so wie im obigen Schema möglich sein und die Möglichkeit haben, die Kamera in der Horizontalen (vor und zurück) frei zu verstellen. Bestimmen Sie nun erst einmal per Augenmaß den Nodal-Punkt, sodaß eine definierte Ausgangsstellung besteht. Sie sollte dem obigem Schema entsprechen.
Nun nehmen Sie sich eine dünne Stange (evtl. zweites Stativ, Schraubzwinge und Holzstab) die Sie vor dem Objektiv Ihrer Kamera hinstellen können. Diese Vorrichtung können Sie sich auch selbst herstellen und dient nur als Bezugspunkt. Der Abstand kann (sollte) etwa 30-50 cm betragen. Die Ecke (E) sollte wesentlich weiter (Punkte S-E > 4m) entfernt sein, als der Abstand K-S.
Richten Sie nun den Sucher Ihrer Kamera so aus, daß Sie den Stab senkrecht im Sucher sehen. Suchen Sie sich nun einen Bezugpunkt (Ecke E), der möglichst senkrecht ist. (z.B. ein Türrahmen oder eine Hauskante) Versuchen Sie den senkrechten Stab (s) mit diesem Bezugpunkt (E) in Deckung zu bringen, sodaß Sie im Sucher erst den Stab und gleich dahinter z.B. die Hausecke oder Türrahmen sehen können. Vielleicht müssen Sie hierzu Ihren Stab und/oder das Stativ etwas verändern und ausrichten.

 

 

Der Aufbau, Kamera (K), Stab (S) und Ecke (E) sollten im Sucher fast eine Linie ergeben.

 

 

Diese Versuchsbeschreibung klingt zwar etwas komisch, jedoch wird Ihnen mit der weiteren Beschreibung gleich der Sinn verdeutlicht, wenn Sie anfangen, die Kamera in der horizontalen Ebene (Drehachse M)  zu schwenken, jedoch nur so weit, daß der Stab einmal im linken (rechter Schwenk) und dann im rechten Teil des Suchers zu sehen ist. Sie haben vielleicht nicht sehr viel Spielraum beim Schwenken. Also langsam und vorsichtig wie in den beiden folgenden Skizzen. (von oben gesehen)

 

 

 

 

Beobachten Sie nun beim Schwenken der Kamera, wie sich der Stab zum Hintergrund verhält. Bewegt sich der Hintergrund (E) nicht, prima dann haben Sie perfekt den Nodalpunkt eingestellt. Ansonsten muß die Kamera nach vorn oder nach hinten auf der Drehvorrichtung verstellt werden. Fangen Sie am besten von Hinten mit der Verstellung an und rücken Sie Stück für Stück nach vorn zum Drehpunkt (M). Sie merken dabei, daß sich der Hintergrung (E) immer weniger vom Stab (S) bewegt, bis schließlich keine Bewegung mehr zu sehen ist. Genau dann haben Sie Sie den Nodal-Punkt gefunden.
Vergessen Sie nicht, sich diesen Punkt für diese Kamera zu markieren.
Probieren Sie es ruhig einmal aus. Sie werden sehen, es ist ganz einfach.